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aus vielen Teilen der Welt. Je ein weiteres Drittel der Sammlung wird bereits seit 1985 bzw. 1990 an zwei Standorten an der Nordsee ausgestellt. Dort haben sich inzwischen über 400.000 Besucher dieses ungewöhnliche Museumskonzept angeschaut und eine begeisterte Resonanz hinterlassen. Über 3.000 „Hinterlassenschaften“ der Meeresbewohner von Nord/Ostsee bis Übersee sind jetzt in Damshagen (8 km südlich des Ostseebades Boltenhagen) zu bestaunen. Eine faszinierende Vielfalt von Formen sowie Farben und Mustern. Kaum zu glauben, dass es „wabbelige und schleimige“ Muscheln und Schnecken waren, welche diese kalkigen Bauwerke unter Wasser geschaffen haben. Diese umfangreiche Ausstellung von Muschelschalen und Schneckengehäusen ist - für sich allein genommen - aber nicht der Grund für den großen Besucherzuspruch an allen bisher gezeigten Standorten. Vielmehr ist es die Idee und Fantasie des Sammlers: er hat nämlich allen seinen Fundstücken „kuriose“ Namen gegeben, die den Betrachter schmunzeln lassen. Man muss einfach gesehen haben, warum Gehäuse zum Beispiel Namen tragen, wie „rosa Unterwäsche“ oder „Unfallwagen“. Es war schon eine wortkünstlerische Leistung, für diese ungewöhnliche Museumskonzeption mehr als 1.100 Namen zu prägen. Nahezu alle Lebensbereiche werden berührt: von der Parteienlandschaft über Märchen und Handwerk bis hin zu menschlichen Krankheiten u.v.m. Warum häufig laut aufgelacht wird, wenn Besucher einen ausgestellten Telefonhörer bzw. ein Konservenglas mit Muschelfleisch betrachten, wird hier noch nicht verraten. Besucherzielgruppe sind insbesondere die Urlaubsgäste. Ihnen soll Abwechslung geboten werden, ohne zu belehren. Trotzdem: sie nehmen fast unbewusst viele neue Informationen mit. Diese Ausstellung hat sich nämlich die museumspädagogische Aufgabe gestellt, dem Laien ins Bewusstsein zu bringen, dass diese faszinierenden Gehäuse in großem Umfang anfallende Nahrungsabfälle sind, jedenfalls bei der ärmeren Küstenbevölkerung in den Drittweltländern. So lautet die Überschrift einer Info-Tafel: „Sie befinden sich in einem Abfall-Museum“. Viele Fotos veranschaulichen, warum. Bereits im Eröffnungsjahr 2008 verzeichnete das erstmals an der Ostsee eingerichtete Museum über 6.500 Besucher. Am Ende 2011 waren es bereits rd.30.000 ! Der gemeinnützige Trägerverein hofft weiterhin auf viele Besucher und auch auf die „Museumsmuffel“, denn hier gibt`s einmal kein Latein !
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